Für die Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin werden weiterhin vergleichsweise niedrige Bestandsmieten fällig. Nach Angaben des Berliner Senats liegen die aktuell gezahlten Quadratmeterpreise bei den sieben öffentlichen Unternehmen zwischen 6,95 Euro und 7,21 Euro.
Geringe Veränderung der Bestandsmieten erwartet
Auch im kommenden Jahr sollen die Preise nur leicht steigen. Der Senat geht davon aus, dass sich die Mieten der Bestandswohnungen dann zwischen 7,04 Euro und 7,34 Euro pro Quadratmeter bewegen werden. Grundlage dafür ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Berlin und den landeseigenen Gesellschaften. Diese erlaubt jährliche Anpassungen von maximal 2,9 Prozent.
Höhere Mieten bei Neuvermietungen
Für neue Mieterinnen und Mieter fallen höhere Preise an. Die sogenannten Angebotsmieten liegen derzeit – je nach Gesellschaft – zwischen 8,26 Euro pro Quadratmeter bei Berlinovo und 10,10 Euro bei der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM).
Laut Senat orientieren sich die Unternehmen bei der Vermietung von Bestandswohnungen an den Werten des jeweils gültigen Mietspiegels zuzüglich eines Aufschlags von bis zu zehn Prozent. Dieser Rahmen gilt für Neuvermietungen im Bestand und wird von den landeseigenen Unternehmen einheitlich angewendet.
Orientierung am Mietspiegel — Bedeutung des Berliner Mietspiegels
Der Berliner Mietspiegel dient als ortsübliche Vergleichsmiete und wird regelmäßig aktualisiert. Wer prüfen will, ob eine Miete – etwa eine Angebotsmiete – im Rahmen liegt, kann im Qualifizierten Mietspiegel für Berlin referenzieren. Auf dieser Seite finden sich Daten zu Mietpreisen nach Wohnungsgrößen und Zimmeranzahl.
Darüber hinaus kann der Mietspiegel über ein sogenanntes Wohnlagen- und Mietspiegeltabellen-PDF der Stadt Berlin eingesehen werden — mit Angaben zur Lage, Ausstattung und ortsüblichen Vergleichsmiete. Diese Orientierung hilft, Mietangebote mit bestehenden Bestandsmieten zu vergleichen.
370.000 landeseigene Wohnungen im Gesamtbestand der Stadt
In Berlin gibt es insgesamt rund 370.000 landeseigene Wohnungen. Über alle Eigentumsformen hinweg umfasst der Berliner Wohnungsmarkt etwa zwei Millionen Wohnungen. Die Hauptstadt zählt knapp vier Millionen Einwohner.
Damit stellen die landeseigenen Gesellschaften einen relevanten Teil des Berliner Bestands und gehören zu den größten Vermietern der Stadt. Weitere Angaben über die Entwicklung der Mieten über das Jahr 2025 hinaus machte der Senat in der Anfragebeantwortung nicht.