Hamburg meldet zahlreiche Mieterhöhungen nach neuem Mietspiegel

Hamburg erlebt nach Angaben des Mietervereins zu Hamburg nach dem neuen Mietspiegel vermehrt Mieterhöhungen. Der Verein spricht von einer „Welle“ entsprechender Schreiben und berichtet, dass dabei zunehmend Begründungen genannt würden, die nach seiner Darstellung unzulässig seien.

Der neue Mietspiegel, der alle zwei Jahre erstellt wird, hatte Anfang Dezember eine durchschnittliche Preissteigerung von 1,1 Prozent ausgewiesen. Nach Darstellung des Mietervereins lasse dieser Wert in den meisten Fällen „kaum Spielraum“ für Mieterhöhungen, dennoch würden zahlreiche Mieterinnen und Mieter aktuell mit Erhöhungsverlangen konfrontiert.

Deutlich mehr Beratungsanfragen seit Dezember

Seit Dezember habe der Mieterverein nach Aussage von Rolf Bosse, der dort tätig ist, doppelt so viele Beratungsanfragen wie im Vorjahr registriert. Inzwischen gehe es um rund 800 Anfragen.

Bosse berichtet zudem von einem Trend, wonach Vermieterinnen und Vermieter häufiger versuchten, Mieten über den Mittelwert des Mietenspiegels hinaus anzuheben. Als Begründung würden dabei Merkmale wie ein Südbalkon oder die Nähe zu einem Supermarkt als besonderer Komfort angeführt, um höhere Mieten zu rechtfertigen.

Mieterverein sieht Begründungen als unzulässig

Nach Darstellung von Bosse seien solche Begründungen nicht zulässig. Er erklärt außerdem, dass dies die ortsüblichen Vergleichsmieten insgesamt nach oben treiben könne.