Der Geschäftsführer des Mieterstrom-Anbieters Metergrid, Julian Schulz, sieht für Vermieter verbesserte wirtschaftliche Voraussetzungen für Mieterstrom-Projekte in Mehrfamilienhäusern. Nach Angaben des Unternehmens plant und verwaltet Metergrid entsprechende Projekte und hat nach eigenen Angaben zuletzt eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von zehn Millionen Euro eingesammelt.
Als Potenzial nennt der Artikel eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aus dem Herbst 2025. Demnach könnten gut 20 Millionen Wohnungen in Deutschland mit Solarstrom vom eigenen Dach versorgt werden. Gleichzeitig heißt es, bislang lieferten nur wenige Vermieter Strom an ihre Mieter.
Renditeangaben ab bestimmter Hausgröße
Schulz beziffert die mögliche Rendite für Vermieter bei Mieterstrom-Lieferungen auf acht bis 15 Prozent pro Jahr, sofern das Gebäude mindestens zehn Parteien umfasst. Diese Einschätzung wird im Artikel als Aussage des Metergrid-Geschäftsführers wiedergegeben.
Das IW kommt laut Artikel in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung „unter Idealbedingungen“ auf Renditen von bis zu 18,5 Prozent. Weitere Details zur Annahmenlage dieser Berechnung werden im vorliegenden Auszug nicht genannt.
Begründung: Kostenentwicklung und Komplexität
Auf die Frage, warum trotz Einführung des Mieterstrom-Modells „in der heutigen Form“ seit 2017 nur wenige Vermieter Mieterstrom anbieten, nennt Schulz zwei Gründe. Erstens seien Mieterstrom-Projekte lange wenig renditestark gewesen, weil Photovoltaikanlagen und Stromspeicher deutlich teurer gewesen seien als heute.
Zweitens beschreibt Schulz den Rechtsrahmen als kompliziert und verweist auf fehlende Anbieter, die Vermietern die Komplexität abnehmen könnten. Beides zusammen habe dem Thema ein schlechtes Image verschafft und Immobilieneigentümer abgeschreckt, so Schulz laut Artikel.
Einordnung im Rahmen des Interviews
Der Artikel kündigt an, dass Schulz im Interview erläutere, wie Vermieter Mieter für den Strombezug vom Dach gewinnen könnten. Außerdem wird berichtet, Schulz halte Versuche der Bundesregierung, die Stromlieferung innerhalb von Mehrfamilienhäusern zu vereinfachen, für kontraproduktiv. Konkrete Aussagen oder Begründungen dazu sind im bereitgestellten Textauszug nicht enthalten.