Die Verwaltungsvereinbarungen für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus in den Programmjahren 2026 und 2027 sind in Kraft getreten. Damit stellt der Bund den Ländern nach Angaben aus der Mitteilung insgesamt neun Milliarden Euro zur Verfügung. Für 2026 sind vier Milliarden Euro vorgesehen, darunter 500 Millionen Euro für das Programm „Junges Wohnen“. Für 2027 sind fünf Milliarden Euro eingeplant, davon eine Milliarde Euro für „Junges Wohnen“.
Die Vereinbarungen waren nach Angaben der Mitteilung bereits am 27. November 2025 von Bundesbauministerin Verena Hubertz unterzeichnet worden. Mit den Unterschriften aller 16 Bundesländer traten sie am 20. März 2026 in Kraft. Die Länder verpflichten sich damit, die geförderten Wohnungen mitzufinanzieren. Nach dem Grundgesetz liegt die Zuständigkeit für den sozialen Wohnungsbau bei den Ländern.
Mehr Planungssicherheit für die Länder
Nach Darstellung des Bundes soll die zweijährige Vereinbarung den Ländern mehr Planungssicherheit geben. Hubertz erklärte, auf diesem Weg solle eine Trendwende beim Bestand an Sozialwohnungen erreicht werden. Zudem seien die Mittel für das Programm „Junges Wohnen“ erhöht worden.
Bereits im November 2025 hatte sich das Bundesbauministerium nach eigenen Angaben mit den Ländern darauf verständigt, serielles, modulares und systemisches Bauen stärker auch im sozialen Wohnungsbau zu fördern. Laut Mitteilung soll dies Zeit und Kosten sparen.
Bund plant Investitionen bis 2029
Bis zum Jahr 2029 will die Bundesregierung nach eigenen Angaben insgesamt 23,5 Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau investieren. In der Mitteilung heißt es weiter, dass zusammen mit den Mitteln der Länder erfahrungsgemäß eine mehr als doppelt so hohe Summe zur Verfügung stehe.
Für das Jahr 2024 meldete das Bauministerium den Ländern zufolge die Förderung von rund 62.000 Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau. Das waren laut den Angaben rund 50 Prozent mehr als 2022 und 25 Prozent mehr als 2023. Diese Entwicklung wurde in der Mitteilung trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten sowie sinkender Baugenehmigungen im Gesamtmarkt hervorgehoben.