Mietspiegel Gießen 2025 Informationen
Der aktuelle Mietspiegel in Gießen liegt 2025 bei durchschnittlich 12,16 EUR /m².
Mietspiegel für Mietwohnungen nach Anzahl Zimmer
Der Preis für eine 1 Zimmer Wohnung in Gießen liegt bei 14,01 EUR /m². Für eine 2 Zimmer Wohnung liegt der aktuelle durchschnittliche Mietpreis im Jahr 2025 bei 11,71 EUR /m².
| Zimmer | Gießen | Hessen | Deutschland |
|---|---|---|---|
| 1 | 14,01 € | 14,07 € | 12,50 € |
| 2 | 11,71 € | 11,63 € | 10,25 € |
| 3 | 11,18 € | 10,89 € | 9,74 € |
| 4 | 10,50 € | 10,72 € | 9,75 € |
Historische Entwicklung der m² Preise nach Anzahl Zimmer für Wohnungen in den letzten Jahren
| Zimmer | €/m² in 2022 | €/m² in 2023 | €/m² in 2024 | €/m² in 2025 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 12,54 € | 13,12 € | 13,50 € | 14,01 € |
| 2 | 10,27 € | 10,79 € | 11,41 € | 11,71 € |
| 3 | 9,72 € | 10,23 € | 10,73 € | 11,18 € |
| 4 | 9,46 € | 10,01 € | 10,14 € | 10,50 € |
Download Markt-Mietspiegel Gießen als PDF-Dokument:
Der Marktmietspiegel basiert auf aktuellen, tatsächlichen Preisen der Immobilienwirtschaft und ist kein amtlicher Mietspiegel. Laden Sie hier den ausführlichen Marktmietspiegel als PDF-Dokument herunter.
Mietspiegel für Wohnungen Gießen
Der durchschnittliche Mietpreis in Gießen liegt bei 12,16 EUR /m².
Mietspiegel nach m² für Wohnungen in Gießen
Für eine 50m²-Wohnung in Gießen liegt der durchschnittliche Mietpreis (Kaltmiete) 2025 bei 11,68 EUR/m². Für eine 70m² große Wohnung zahlt man zur Zeit 11,13 EUR/m².
| m² | Gießen | Hessen | Deutschland |
|---|---|---|---|
| alle | 12,16 € | 11,62 € | 10,32 € |
| 20 - 35 | 14,28 € | 15,36 € | 13,58 € |
| 35 - 45 | 12,57 € | 12,82 € | 11,22 € |
| 45 - 50 | 12,09 € | 12,04 € | 10,22 € |
| 50 - 60 | 11,68 € | 11,57 € | 9,89 € |
| 60 - 75 | 11,13 € | 11,04 € | 9,78 € |
| 75 - 85 | 11,10 € | 10,75 € | 9,95 € |
| 85 - 100 | 11,06 € | 10,61 € | 10,08 € |
| 100 - | 10,30 € | 10,68 € | 10,12 € |
Historische Entwicklung der m² Preise bei unterschiedlichen Wohnungsgrößen in den letzten Jahren
| m² | €/m² in 2022 | €/m² in 2023 | €/m² in 2024 | €/m² in 2025 |
|---|---|---|---|---|
| alle | 10,70 € | 11,24 € | 11,80 € | 12,16 € |
| 20 - 35 | 12,93 € | 13,48 € | 14,13 € | 14,28 € |
| 35 - 45 | 11,25 € | 11,95 € | 12,11 € | 12,57 € |
| 45 - 50 | 10,78 € | 11,34 € | 11,91 € | 12,09 € |
| 50 - 60 | 10,24 € | 10,73 € | 11,31 € | 11,68 € |
| 60 - 75 | 9,74 € | 10,14 € | 10,64 € | 11,13 € |
| 75 - 85 | 9,67 € | 10,39 € | 10,84 € | 11,10 € |
| 85 - 100 | 9,73 € | 10,14 € | 10,68 € | 11,06 € |
| 100 - | 9,16 € | 9,70 € | 10,19 € | 10,30 € |
Bei den von uns ermittelten Angaben werden Neubauten nicht in die Preisermittlung miteinbezogen. Die angegebenen Mietpreise pro m² beziehen sich auf die Kaltmiete. Unsere Berechnungen basieren auf den Daten der VALUE Marktdatenbank, einer etablierten Datenquelle der deutschen Immobilienwirtschaft.
Was ist der Mietspiegel Gießen?

Aktuelle Mietpreisspanne in Gießen
Der Mietspiegel basiert auf einer umfangreichen Datenerhebung und unterscheidet die Miethöhe nach Baujahr der Immobilie, Wohnungsgröße, Ausstattung und Lage. Für das Jahr 2024 bewegen sich die durchschnittlichen Nettokaltmieten in Gießen – je nach Kategorie – in einer Spanne von etwa 5,30 Euro bis 10,50 Euro pro Quadratmeter. Wohnungen mit moderner Ausstattung und guter Lage erreichen dabei die oberen Werte dieser Spanne.
Einteilung der Wohnungen im Mietspiegel
Der Mietspiegel berücksichtigt:
- Baujahr des Gebäudes (vor 1949 bis ab 2003)
- Größe der Wohnung (unter 40 m² bis über 100 m²)
- Ausstattungsmerkmale, z. B. Bad, Heizung, Bodenbeläge
- Wohnlage innerhalb des Stadtgebiets
Der Gießener Mietspiegel verzichtet auf die Darstellung von absoluten Durchschnittswerten. Stattdessen wird ein Orientierungswertbereich genannt, der der realistischen Bandbreite der Mieten Rechnung trägt. Zusätzliche Zu- oder Abschläge können anhand von Ausstattungsmerkmalen oder Lagekriterien ermittelt werden.
Wo finde ich den Mietspiegel Gießen 2024?
Den vollständigen, qualifizierten Mietspiegel können Sie auf der offiziellen Website der Stadt Gießen herunterladen.
Die ortsübliche Vergleichsmiete
Die ortsübliche Vergleichsmiete dient als Indikator, um die Angemessenheit des Mietzinses einzuschätzen. Vermieter haben ferner die Erhöhung der Miete laut Gesetz danach auszurichten. Die ortsübliche Vergleichsmiete stellt unterschiedliche, aber vergleichbare Wohnobjekte gegenüber. Das arithmetische Mittel der Mieten aus den vergangenen 6 Jahren bildet die ortsübliche Vergleichsmiete.
Berechnet wird diese vorwiegend über den Mietspiegel. Ein Mietspiegel in Gießen existiert jedoch nicht. Demnach werden Vergleichsobjekte, Gutachten eines Sachverständigen oder die Daten von Mietregistern zur Ermittlung herangezogen.
Mieterhöhung auf Basis des Mietspiegels
Eine Mieterhöhung ist grundsätzlich zulässig, wenn sie die gesetzlich zulässige Obergrenze nicht überschreitet und schriftlich angekündigt wird. Der Mietspiegel dient dabei als zentrales Vergleichsinstrument zur Begründung einer Mieterhöhung gemäß § 558 BGB. Dabei gilt:
- Die Miete darf innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 % steigen (in Gießen greift keine abgesenkte Kappungsgrenze).
- Die neue Miete darf die ortsübliche Vergleichsmiete gemäß Mietspiegel nicht übersteigen.
- Eine Anpassung muss mindestens 15 Monate nach der letzten Mieterhöhung erfolgen.
Vermieterinnen und Vermieter können sich auf den Mietspiegel berufen, wenn sie die Miete an die aktuellen Marktbedingungen angleichen möchten – ein wichtiges Mittel, um Fairness und Transparenz zu gewährleisten.
Situation für Studierende auf dem Gießener Wohnungsmarkt
- Hohe Nachfrage, begrenztes Angebot: Besonders kleine Wohnungen (unter 40 m²) und WG-Zimmer sind stark nachgefragt. Diese sind häufig zentral gelegen oder in Uni-Nähe, was sich auf den Preis auswirkt.
- Preise für kleine Wohnungen: Laut Mietspiegel 2024 liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für kleinere Wohnungen bei ca. 8,00 bis 10,00 Euro netto kalt, abhängig von Lage und Ausstattung.
- WG-Zimmer: Viele Studierende weichen auf Wohngemeinschaften aus. Die Mietpreise pro Zimmer liegen oft zwischen 250 und 400 Euro warm – je nach Ausstattung und Nähe zur Universität.
Alternative Wohnformen
- Studentenwohnheime: Das Studierendenwerk Gießen bietet Wohnheimplätze zu vergleichsweise günstigen Konditionen. Die Mieten liegen je nach Wohnheim und Zimmerart meist zwischen 200 und 350 Euro, oft inklusive Nebenkosten und Internet.
- Pendeln aus dem Umland: Aufgrund der Mietpreisentwicklung in der Stadt ziehen einige Studierende auch ins Umland und pendeln nach Gießen – etwa aus Lollar, Heuchelheim oder Wetzlar.
Tipps für Studierende:
- Frühzeitig suchen: Besonders zu Semesterbeginn sind WG-Plattformen und Portale schnell überlaufen.
- Mietspiegel nutzen: Auch Studierende sollten den Mietspiegel heranziehen, um zu prüfen, ob der aufgerufene Mietpreis angemessen ist.
- Mieterhöhungen prüfen: Wer schon länger zur Miete wohnt, sollte bei angekündigten Erhöhungen prüfen, ob sie dem Mietspiegel und den gesetzlichen Grenzen entsprechen.
- Wohnheime prüfen: Das Bewerbungsverfahren für Wohnheime läuft zentral über das Studierendenwerk Gießen – frühzeitige Bewerbung lohnt sich.
Mietsituation in der Stadt Gießen
Die mittelhessische Stadt Gießen profitiert insbesondere durch ihre geografische Nähe zu der Metropolregion Frankfurt am Main. Die Preise der dortigen Immobilien gehören zu den teuersten in Deutschland. Das hat zur Folge, dass Arbeitnehmer und Studenten zunehmend in dem umliegenden Speckgürtel heimisch werden. Die Einwohnerzahl Gießens stieg um knapp 20 Prozent auf 90.131 Einwohner – in gerade einmal 7 Jahren. Folglich hat dieser Prozess gravierende Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und die Mietsituation innerhalb der Stadtgrenzen. Der Bau neuer Objekte konnte mit dem Wachstum der Bevölkerung nicht mithalten. Eine Vielzahl an Interessenten kämpft um den begehrten Wohnraum. Besichtigungstermine finden schon lange nicht mehr einzeln, sondern ausschließlich in großen Gruppen statt.
Probleme bereitet dem Wohnungsmarkt die Tatsache, dass die alteingesessenen Gießener in ihren mittlerweile viel zu üppig dimensionierten Häusern wohnen bleiben. In Kombination mit den sich in den Neugebieten niederlassenden jungen Familien und den Studentenscharen, die an die hiesige Universität strömen, ergibt sich eine explosive Mischung. Hinzu kommt das Fehlen von einem Mietspiegel in Gießen.
54 Prozent der rund 28.000 Studenten an der Justus-Liebig-Universität sind single. 77 Prozent aller Studierenden wohnen in den eigenen vier Wänden. Diese Zahlen verdeutlichen, dass speziell kleine Mietwohnungen mit einem oder zwei Zimmern äußerst gefragt sind. Aus diesem Grund entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Studentenwohnheime. Da sich diese ausschließlich für Studierende öffnen, kann die Mietsituation in Gießen als mitunter angespannt bezeichnet werden.
Informationen zu den Immobilienpreisen in Gießen
Die Immobilienpreise in der Stadt Gießen sind in den letzten Jahren signifikant gestiegen – wohl auch, weil kein Mietspiegel in Gießen vorhanden ist. Seit etwa dem Jahr 2010 erlebte die Stadt, angetrieben durch den nachhaltigen Bevölkerungszuwachs und den niedrigen Kapitalmarktzinsen, einen regelrechten Boom.
Grundsätzlich ist zu erkennen, dass Eigentumswohnungen zu einem höheren Quadratmeterpreis als Häuser gehandelt werden. Die Differenz beträgt 20 bis 25 Prozent.
Ein frei stehendes Einfamilienhaus wurde 2020 im Schnitt für 421.00 Euro veräußert – eine Steigerung von 2 Prozent zu 2019. Zweifamilienhäuser hingegen zeigten einen deutlichen Zuwachs und kletterten in der Spitze um 18 Prozent auf 440.000 Euro.
Im Gegensatz zu den zuvor genannten Objekten sind Hauskäufer nicht bereit derartige Summen für Reihenhäuser zu bezahlen. Diese wurden 2020 für durchschnittlich 212.000 Euro verkauft.
Spitzenreiter sind die Eigentumswohnungen. Erstbezüge wurden für 3721 Euro der Quadratmeter verkauft und Bestandsbauten für 2829 Euro. Das sind Anstiege um jeweils 8 beziehungsweise 15 Prozent.