Mietspiegel Wiesbaden

Laut dem Onlineportal Immowelt liegen die Quadratmeterpreise für Wohnungen in Wiesbaden gemäß des aktuellen Mietspielgels zwischen 11,40 Euro und 13,76 Euro. Die im Mietspiegel angegebenen Preise sollten jedoch keinesfalls als absolut verbindlich angesehen werden. Denn wie der Mieterbund für Wiesbaden und Taunusstein sagt, soll der Mietspiegel lediglich eine Orientierungshilfe bieten, damit Vermieter und Mieter einen angemessenen Mietpreis für die Wohnung vereinbaren können.

Der Grund: Die im Mietspiegel enthaltenen Tabellen stellen lediglich Richtwerte für den Rahmen der ortsüblichen Miete dar. Im individuellen Fall richtet sich die Höhe der Miete nämlich nach zahlreichen Faktoren, die im Mietspiegel in aller Regel keine Berücksichtigung finden. Dazu gehört beispielsweise die Art und der Zustand der jeweiligen Wohnung. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Infrastruktur rund um die Wohnung und das jeweilige Wohnumfeld. Sind beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen sowie Erholungsflächen in fußläufiger Entfernung vorhanden, kann die Miete durchaus über jenem Wert liegen, der im Mietspiegel angegeben ist. Nicht berücksichtigt werden im Mietspiegel hingegen Wohnungen, die staatlich gefördert werden. Diese unterliegen nämlich in aller Regel einer Mietpreisbindung – zumindest für einen gewissen Zeitraum. Würden diese berücksichtigt, würde das die tatsächliche Situation auf dem Immobilienmarkt verzerren und der Mietspiegel würde kein realistisches Bild mehr darstellen.

Wo finde ich den aktuellen Mietspiegel für Wiesbaden?

Den aktuellen Mietspiegel für Wiesbaden können Sie auf der offiziellen Seite der Stadt Wiesbaden bzw. über den Mieterschutzverein Wiesbaden und Umgebung e.V. und den Haus & Grund Wiesbaden – Vereinigung der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer Wiesbaden e.V. beziehen.

Mietpreis Wiesbaden

Durchschnittliche Miete in Euro je Quadratmeter des Jahres 2017.

sehr niedrig
niedrig
durchschnittlich
sehr hoch
StadtteilMiete pro m2
Auringen
8,03 Euro
Biebrich
8,87 Euro
Bierstadt
9,27 Euro
Breckenheim
8,08 Euro
Delkenheim
8,13 Euro
Dotzheim
8,54 Euro
Erbenheim
8,44 Euro
Frauenstein
8,49 Euro
Heßloch
8,60 Euro
Igstadt
8,88 Euro
Klarenthal
8,38 Euro
Kloppenheim
8,75 Euro
Mainz-Amöneburg
8,11 Euro
Mainz-Kastel
8,48 Euro
Mainz-Kostheim
8,08 Euro
Medenbach
7,48 Euro
Naurod
8,12 Euro
Nordenstadt
8,56 Euro
Rambach
9,29 Euro
Rheingauviertel
8,69 Euro
Schierstein
8,40 Euro
Sonnenberg
10,40 Euro
Westend
8,02 Euro
Wiesbaden
9,46 Euro

Wiesbaden und die Mietpreisberechnung

Die hessische Landeshauptstadt mit ihren nahezu 280.000 Einwohnern zählt zu den ältesten Kurbädern in ganz Europa. Da Wiesbaden zusammen mit der benachbarten, rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz ein länderübergreifendes Doppelzentrum bildet und Wiesbaden in der Metropolregion Frankfurt liegt, bietet die Stadt ihren Bürgern eine Vielzahl von Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung. Da Wiesbaden zu den wohlhabendsten Städten Deutschlands mit einem entsprechend hohen Kaufkraftindex zählt, schlägt sich das natürlich auch auf die Lebenshaltungskosten und insbesondere die Mieten nieder.

So sind die Quadratmeterpreise laut Mietspiegel:

Kleine Wohnungen mit bis zu 30 m² Größe:         13,76 €/m²

Wohnungen bis 60 m²:                                              10,83 €/m²

Wohnungen bis 100 m²:                                            11,40 €/m²

Im Vergleich: Preise für Miete von Häusern / Nettokaltmiete Stand Mai 2018

Häuser mit 100 m²:                                                   13,41 €/m²

Häuser mit 150 m²:                                                   12,34 €/m²

Häuser mit 200 m²:                                                  13,13 €/m²

Auf der Seite Immowelt finden die Besucher zahlreiche weitere Informationen zum Mietspiegel Wiesbaden. Beispielsweise lässt sich die Entwicklung der Quadratmeterpreise in den vergangenen Jahren hervorragend verfolgen. Diese haben sich ab 2011 einige Jahre lang nur mäßig gesteigert. Einen großen Preissprung gab es jedoch ab dem Jahr 2015. Damals lagen die Quadratmeterpreise für Wohnungen mit einer Größe von bis zu 30 Quadratmetern bis rund zwölf Euro. Im folgenden  Jahr stiegen die Mieten bis auf über 15 Euro je Quadratmeter, bis sie sich schließlich auf den aktuellen Wert eingependelt haben. Bei Wohnungen mit einer Größe von bis zu 60 und bis zu 100 Quadratmetern blieben derart rasante Preissteigerungen aus. Hier steigerten sich die Quadratmeterpreise von rund 8,50 Euro pro Quadratmeter auf den heutigen Wert.

 Statistiken

Etwas turbulenter zeigt sich die Statistik in Bezug auf die Entwicklung der Mietpreise von Häusern. Bei Immobilien mit einer Größe von 100 Quadratmetern steigerte sich der Quadratmeterpreis von unter zehn Euro bereits bis 2014 auf über zwölf Euro und blieb dann relativ konstant. Häuser mit einer Größe von bis zu 150 Quadratmetern kosteten 2011 lediglich knapp neun Euro je Quadratmeter und hatten 2014 einen Spitzenpreis von rund 13 Euro. Eine regelrechte Berg- und Talfahrt gab es dagegen bei Häusern mit einer Größe von bis zu 200 Quadratmetern. Hier stieg der Preis von unter zwölf Euro im Jahr 2011 auf über 16 Euro zwei Jahre später. Bereits im Folgejahr sank der Quadratmeterpreis  auf rund elf Euro und erholte sich dann langsam wieder.

 

Die teuersten Wohnungen in Wiesbaden befinden sich laut Mietspiegel im Stadtteil Sonnenberg, wo der Quadratmeter 12,55 Euro kostet. Die günstigsten Wohnungen gibt es dagegen im Stadtteil Miltenbach, wo der Quadratmeter 9,23 Euro kostet.