Mietspiegel Kiel

 Die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein Kiel hat einen qualifizierten Mietspiegel gem. § 558 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) aktuell vom 20.06.2017 in Kraft gesetzt. Durch Sachverständige und betroffene Parteien erarbeitet, bietet er Transparenz. Dadurch ist ein wissenschaftlich fundiertes Abbild der gezahlten Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt geschaffen worden. Die rechtssichere und repräsentative Basis zur Gestaltung von Nettokaltmieten ist Sicherheit für alle Beteiligten bei der Neuvermietung. Beim Verlangen nach Mieterhöhungen kommt dem aktuellen Mietspiegel in Kiel eine große Bedeutung zu.

Neu ist in diesem Zusammenhang ein anderes Auswertungsverfahren. Eine Umstellung vom bisherigen Tabellenverfahren auf die Regressionsmethode soll stärkere Differenzierung der Faktoren zur Bildung der Mietpreise erlangen. Die Wohnfläche, die Lage im Stadtbereich und die jeweilige Ausstattung und das Baualter finden unter anderen Prämissen Berücksichtigung. Mit dem aktuellen Mietspiegel können nun Wohnungen von 25 bis 120 m² geprüft werden. Da das Baualter verstärkt berücksichtigt wird, weil in den Jahrzehnten wesentliche Unterschiede in den Qualitäten der Bauten zu verzeichnen sind, ergeben sich zur Beschaffenheit mehrere Klassen. Zuschläge für die Qualität erhalten Bauten aus den Jahren Gründerzeit bis 1918 und Bauten, die nach 1994 fertiggestellt wurden. Energetische Gesichtspunkte finden ebenso größere Beachtung bei der Bewertung. Die betreffen nun auch Bauten aus den Jahren vor 1995.

Wo finde ich den aktuellen, qualifizierten Mietspiegel für Kiel?

Den aktuellen, qualifizierten Mietspiegel für Kiel können Sie kostenlos in Form einer PDF-Datei auf der offiziellen Seite der Stadt Kiel herunterladen.

Mietpreis Kiel

Durchschnittliche Miete in Euro je Quadratmeter des Jahres 2017.

sehr niedrig
niedrig
durchschnittlich
sehr hoch
StadtteilMiete pro m2
Altenholz-Stift
6,97 Euro
Altstadt
7,63 Euro
Blücherplatz
7,76 Euro
Brunswik
7,59 Euro
Damperhof
7,21 Euro
Düsternbrook
8,74 Euro
Ellerbek
6,14 Euro
Elmschenhagen
6,40 Euro
Exerzierplatz
7,32 Euro
Friedrichsort
6,80 Euro
Gaarden-Ost
5,65 Euro
Gaarden-Süd und Kronsburg
6,65 Euro
Hassee
6,68 Euro
Hasseldieksdamm
7,68 Euro
Holtenau
7,35 Euro
Meimersdorf
7,27 Euro
Mettenhof
6,35 Euro
Moorsee
6,55 Euro
Neumühlen-Dietrichsdorf
6,20 Euro
Pries
7,41 Euro
Ravensberg
7,45 Euro
Russee
7,29 Euro
Rönne
6,86 Euro
Schilksee
7,59 Euro
Schreventeich
7,59 Euro
Suchsdorf
7,51 Euro
Südfriedhof
7,20 Euro
Vorstadt
7,11 Euro
Wellingdorf
6,39 Euro
Wellsee
6,87 Euro
Wik
7,41 Euro

Für Kiel als Landeshauptstadt ist die Mietpreisverteilung/Nettokaltmiete wie folgt:

kleine Wohnungen bis 40 m² Größe                     8,78 €/m²

Wohnungen von 40 bis 80 m² Größe                   8,18 €/m²

Wohnungen von 80 bis 120 m² Größe                 9,39 €/m²

Wohnungen ab 120 m²                                            8,51 €/m²

Die Stadt Kiel hat einen Durchschnittspreis von 8,46 €/m² bei der Nettokaltmiete.

Vergleicht man den Preis für Miete von Häusern/ Nettokaltmiete per Februar 2018 stellen sich folgende Zahlen dar:

Häuser bis zu 100 m ² Wohnfläche                   930,00 €/m²

Häuser von 140 bis 180 m² Wohnfläche        1.316,67 €/m²

Die Miete eines Hauses liegt durchschnittlich bei 1.220,00 €/m².

Die Entwicklung der Mietpreise zeigt einen Anstieg an Angeboten besonders bei Mietwohnungen zu einem Nettokaltmietenpreis von 350 € bis 400 €. Diese Wohnungen haben durchschnittlich 2 Zimmer und gelegentlich 3 Zimmer wobei die Wohnfläche hier meistens rund 60 m² beträgt.   Aktuell ist eine Mietsteigerung bei Neuvermietungen um 3,1 Prozent und bei den bestehenden Mieten um 4,6 Prozent. Steigerungen bei dem Mieten sind in Beispielen der Stadt um 14 % erfolgt. Die Einführung der Mietpreisbremse hat etliche Vermieter bewogen, die Mieten anzuheben, um nicht noch Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. So eine Entwicklung ist ebenfalls neu auf dem Mietmarkt in Kiel. Bei einer Neuvermietung braucht jeder Interessent einen Vergleich der ortsüblichen Miete. Niemand möchte Konflikte oder gar einen Prozess führen, um eine Wohnung überhaupt mieten zu können. Eine Mieterhöhung bei Bestandsmiete kann nur verlangt werden, wenn ein Jahr seit der letzten Erhöhung vergangen ist. Bei der Vereinbarung einer Staffelmiete entfällt dieser Grundsatz. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Berechnung der Wohnfläche, die zu erheblichen Abweichungen führen kann. Zwei Möglichkeiten sieht der Gesetzgeber vor. Bis zum Ende des Jahres 2003 gilt die 2. Berechnungsverordnung mit den §§ 42 bis 44. Ab Beginn des Jahres 2004 ist die Wohnflächenverordnung anzuwenden.

Wohnungen

Die vorliegenden Werte betreffen ausschließlich die Wohnungen, die zum Bestand des Anbieters gezählt werden. Kaltmieten, die bei Neuvermietungen erzielt werden können. Die Stadt hat einen erheblichen Bedarf an Wohnungen per sofort festgestellt. Für die Zeit bis 2030 stellt sich ein Mangel von 23.000 Wohnungen dar. Als Initiative für die Deckung des Bedarfs will die Stadt einen »Wohnungsbauflächenatlas 2.0« aktivieren. Unter anderen Plänen ist auch die Aufstockung von Gebäuden im Plan. Insbesondere die Bauten aus den 50 er und 60 er Jahren sind in den Fokus der Bauplanung gerückt. Gemeinsam sollen Eigentümer und Unternehmen mit den Anwohnern prüfen, wie die Areale ausgenutzt werden können.

Quelle:

Immowelt