Mietspiegel Jena

Der Mietspiegel in der Stadt Jena

1.) Zahlen und Fakten zum Mietspiegel in Jena: Stand Mai 2019

Für eine Wohnung unter 40 m² zahlt der Mieter in Jena eine Kaltmiete von aktuell 10,30 €. Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 40 und 60 m², werden mit einem Preis von 8,30 € veranschlagt. Für eine 60 – 80 m² große Wohnung zahlt man in Jena eine Kaltmiete von durchschnittlich 8,7 € pro Quadratmeter. Wohnungen mit einer Wohnfläche von 80 m² bis 100 m² werden laut dem Mietspiegel mit 9,80 € berechnet. Wohnungen, die eine Fläche über 100 m² vorweisen, liegen bei einem aktuellen Mietpreis von 9,6 € pro Quadratmeter.

Die Informationen zum aktuellen Mietpreis in Jena, wurden aus der Tabelle der Internetseite “Immowelt.de” entnommen.

2.Die durchschnittlichen Mietpreise in Jena, pro Quadratmeter, im Jahr 2016:

bis 40 m²: 9,30 €
bis 80 m²: 8,30 €
bis 120 m²: 8,80 €
Wohnungen über 120 m² Wohnfläche: 2.120 €
Häuser über 120 m² Wohnfläche: 2.010 €
Die Zahlen zur Mietpreisentwicklung 2016 sind aus dem Portal “Immowelt.de” entnommen.

3. Wissenswertes zum Mietspiegel in Jena

Jena zählt zu Thüringens zweit größter Metropolstadt und trägt den Titel “Universitätsstadt” in der Region Mitteldeutschland. Im Vergleich steht die Landeshauptstadt Erfurt, die ca. 55 km entfernt ist. Erfurt begeistert durch die Altbauten der Altstadt und ist daher ein Anziehungsmagnet für Einwohner und Touristen. Die Festlegung des Mietspiegels, ist auf Grund der enormen Nachfrage an Wohnraum, zur kommunalen Politik geworden. Die Stadt Erfurt ist, auf politischer Ebene darum bemüht, Wohnraum zu schaffen, um den Studenten und den zunehmenden Singlehaushalten gerecht zu werden. Alte Plattenbausiedlungen wurden komplett abgerissen, damit neuer Wohnraum entstehen konnte. Diese Abhandlungen wirken sich dementsprechend auf den Mietspiegel aus. Angebot und Nachfrage konnten etwas angeglichen werden. Somit beträgt der Kaltmietpreis in Erfurt, für eine 20m² große Wohnung, 7,50 € pro Quadratmeter Wohnfläche. Im Gegensatz zur Stadt Jena, macht dies einen Unterschied von 2,80 €/ m² aus. Dieser Wert entspricht einer Mietpreissteigerung von ca. 40 %. Die Stadt Jena muss in naher Zukunft, günstigen Wohnraum für Studenten und Singles erbauen lassen, damit sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt entspannt.

4. Einflussfaktoren

Der Mietspiegel wird durch verschiedenste Faktoren beeinflusst, diese bestimmen den letztendlichen Marktpreis pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Stadtnähe ist ausschlaggebend für die Höhe des Mietpreises, denn Ballungsgebiete ziehen jährlich mehrere Neuzugänge an. Der Arbeitsmarkt, die Verkehrsanbindung und die allgemeine Infrastruktur, fließen in die Berechnung des Mietspiegels mit ein. Der Gebäudezustand ist ebenso ein wichtiger Bestandteil zur Erfassung des aktuellen Mietpreises. Immer mehr Eigentümer profitieren von den günstigen Zinsen und entscheiden sich zur Modernisierung des zu vermietenden Objekts. Wichtige Faktoren sind zudem die Wärmeenergieeffizienz, erneuerte Dämmmaterialien, ISO-Fenstergläser, Fassadenerneuerungen und Heizkörperaustausch. Die Innenausstattung des Gebäudes, ist ebenso für eine Mietpreisberechnung relevant. Des Weiteren kommen weitere Einflüsse wie Einwohneranzahl und Zentrumsnähe mit in die Wertberechnung ein. Vergleicht man den Mietspiegel für große Wohnungen mit einer Wohnfläche von über 80m² mit dem Preis einer Wohnung mit einer Fläche von 20 m², so ist der Kaltmietpreis für die kleinere Wohnung um durchschnittlich 12% teurer.

Die kommunale, politische Ebene und die Interessenverbände von Mietern und Vermietern müssen in naher Zukunft Mittel und Wege bereitstellen, damit Investoren bereit sind, neuen Wohnraum zu erstellen. Die Attraktivität der Gegend ist entscheidend, darum sollte die Stadtverwaltung an diesem Einflussfaktor grundlegend arbeiten. Nur wenn zukünftig die Nachfrage durch ein ausreichendes Angebot gedeckt wird, kann sich der Wohnungsmarkt beruhigen. Gerade für Schüler und Studenten, die auf einen günstigen und finanzierbaren Wohnraum angewiesen sind, benötigen dringend angemessene Wohnungsangebote. Günstige Zinsen und attraktive Fördermittel zur Modernisierung oder Sanierung sollten dazu anhalten, veraltete oder leerstehende Gebäude, für heutige Zwecke umzugestalten. Hierzu muss bedacht werden, dass zunehmend Singlehaushalte auf dem Wohnungsmarkt vertreten sind. Die regionale und kommunale Familienpolitik kann dazu beitragen, dass eine Familiengründung wieder vorteilhafter wird und sich wieder mehr Paare dazu entschließen, Kinder zu bekommen. Mit einer sorgfältigen Familien- und Wohnungsmarktpolitik lassen sich die momentan vorherrschenden Probleme in naher Zukunft bewältigen. Universitäten können durch die Errichtung von Studentenwohnheimen, zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beitragen. Es gilt, die überteuerten Mietpreise, für Wohnungen mit kleinem Wohnraum, herunterzufahren. Benachteiligt sind in der Regel die Menschen, die gleichzeitig Deutschlands Hoffnungsträger darstellen, die Studenten. Ohne den notwendigen Wohnraum, werden weniger Studenten an den Universitäten und Hochschulen eingeschrieben, die Attraktivität der Stadt nimmt zunehmend ab. Diese Auswirkungen, auf die gesamte Stadt sind weitreichender als man zu Beginn erahnen kann.