Mietspiegel Kaiserslautern

Da der Mietspiegel Kaiserslautern nach den Rechtsgrundlagen, die in den Paragraphen 558c und 558d des Bürgerlichen Gesetzbuches erstellt wurde, handelt es sich um einen qualifizierten Mietspiegel. Laut Gesetzgeber sollen die Verbraucher im Mietspiegel eine Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete bietet. Damit haben nicht nur Mieter und Vermieter, sondern auch Investoren und Gerichte eine Statistik für die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt an der Hand. Allerdings gilt diese Marktübersicht nicht für alle Wohnungen, sondern für jene, die frei, also von Investoren finanziert wurden. Öffentlich geförderte Wohnungen oder Dienstwohnungen beispielsweise werden nicht berücksichtigt.

Der jüngste offizielle Mietspiegel der Stadt Kaiserslautern stammt aus dem Jahr 2008. Allerdings lässt sich feststellen, dass die Mieten in Kaiserslautern – anders als anderen vergleichbaren Städten – nur relativ mäßig gestiegen sind. Nämlich seit 2011 um etwa 1,30 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen in allen Größenklassen. Ein größerer Preisanstieg erfolgte erst in den vergangenen Jahren. So sind die Quadratmeterpreise seit 2016 um 40 bis 60 Cent angestiegen. Dabei handelt es sich allerdings nur um Durchschnittspreise. Im detaillierten Mietspiegel finden Mieter und Vermieter auch die Preise für Wohnungen in den einzelnen Stadtvierteln. Denn in angesagten Szenevierteln ist die Miete logischerweise höher als in weniger stark begehrten Wohnlagen, die auch weniger nachgefragt werden. Den aktuellen Mietspiegel für Kaiserslautern finden Interessenten auf www.meinestadt.de/kaiserslautern/immobilien/mietspiegel.

Welche Wohnungen sind in Kaiserslautern am teuersten?

Die höchsten Quadratmeterpreise zahlen Mieter für Wohnungen von bis zu 40 Quadratmetern. Hier lag der Durchschnittspreis bei 8,60 Euro pro Quadratmeter. Vom Quadratmeterpreis her gesehen ist das Wohnen in Wohnungen von bis zu 120 Quadratmetern mit einem Preis von 6,50 Euro je Quadratmeter am günstigsten. Wohnungen mit einer Größe von bis zu 80 Quadratmetern liegen mit 6,60 Euro je Quadratmeter allerdings nur knapp darüber.

Jedoch gibt es sehr wohl weitere Differenzen bezüglich der Wohnungsgröße. So kosten Wohnungen mit einer Größe von 40 bis 60 Quadratmetern geringfügig mehr als Wohnungen mit einer Größe von 100 bis 120 Quadratmetern. Während der durchschnittliche Wohnungspreis für eine Wohnung mit 100 bis 120 Quadratmetern sogar deutlich über 6,60 Euro pro Quadratmeter kosten, liegen Wohnungen mit 80 bis 100 Quadratmeter merklich unter 6,50 Euro pro Quadratmeter, ebenso wie Wohnungen, die größer als 120 Quadratmeter sind. Hierbei handelt es sich allerdings lediglich um Durchschnittswerte. Denn der tatsächliche Mietpreis ist von mehreren Faktoren abhängig. Dazu gehören beispielsweise das städtische Umfeld, die Erholungs- und Freizeitangebote in Wohnungsnähe, die Verkehrsanbindung, aber auch die Ausstattung der Wohnung und der Zustand der Immobilie insgesamt.

Die meisten Wohnungen werden in Kaiserslautern übrigens zu Nettokaltmieten von 300 bis 400 Euro angeboten. Der Anteil an entsprechenden Angeboten auf dem Immobilienmarkt in Kaiserslautern liegt bei nahezu 30 Prozent. Knapp darunter liegt der Anteil von Wohnungen mit einer Nettokaltmiete von 400 bis 500 Euro. Am seltensten ist das Angebot dagegen für Wohnungen mit einer Nettokaltmiete von 700 bis 800 Euro. In diesem Preissegment liegt der Anteil bei deutlich unter fünf Prozent.

Innenstadt

Wohnungssuchende finden ihre neue Wohnung übrigens am einfachsten in der Innenstadt von Kaiserslautern. Hier liegt das Angebot weit über jenem in den Stadtteilen Dansenberg, Mölschbach, Erfenbach, Erlenbach, Hohenecken und Morlauten. Auffällig ist jedoch, dass lediglich im Stadtteil Hohenecken das Angebot an Ein-Zimmer-Appartements höher ist als jenes von Zwei- oder Dreizimmerwohnungen.

Die Miete darf in Kaiserslautern übrigens nicht beliebig erhöht werden. Denn in Kaiserslautern gilt die sogenannte Jahressperrfrist. Das bedeutet: Ein Jahr, nachdem der Mieter eingezogen ist oder ein Jahr nach der jüngsten Mieterhöhung darf die Miete nicht erneut erhöht werden. Zudem gilt in Kaiserslautern für Mieterhöhungen eine Kappungsgrenze von 20 Prozent binnen drei Jahren. Damit liegt die Kappungsgrenze noch um fünf Prozent höher als in einigen anderen Städten in Rheinland-Pfalz. So haben die Städte Trier, Mainz, Speyer und Landau diese Grenze mittlerweile auf 15 Prozent abgesenkt.