Mietspiegel Leverkusen

Seit dem 1. April 2017 gibt es in Leverkusen einen qualifizierten Mietspiegel nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Dieser kann gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro bei der Stadt erworben werden. Anders als herkömmliche Mietspiegel, die in vielen Kommunen noch in Gebrauch sind, wird ein qualifizierter Mietspiegel nach wissenschaftlichen Kriterien unter der Berücksichtigung einer Vielzahl von Kriterien erstellt.

Darüber hinaus sind die Kommunen dazu verpflichtet, einen qualifizierten Mietspiegel in einem Turnus von zwei Jahren regelmäßig zu erstellen. Dieser muss anschließend auch von den Interessenvertretungen der Mieter und der Vermieter anerkannt werden, damit er gültig wird. Auch wenn der Aufwand relativ groß ist, so bietet ein qualifizierter Mietspiegel doch einige Vorteile. Denn sowohl die Vermieter als auch die Mieter können sich daran orientieren und haben Rechtssicherheit. Unnötige Rechtsstreitigkeiten darüber, ob die Höhe der Miete tatsächlich angemessen ist, entfallen somit.

Wie sich die Mieten in Leverkusen entwickelt haben

Die Quadratmeterpreise in Leverkusen sind derzeit für Wohnungen mit einer Größe von 30 Quadratmetern am höchsten. Dieser liegt bei 10,62 Euro und liegt damit nahe am Durchschnittspreis in Nordrhein-Westfalen, der bei 10,67 Euro liegt. Damit sind Wohnungen in dieser Größenordnung in Nordrhein-Westfalen deutlich günstiger als im übrigen Bundesgebiet, denn der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 11,34 Euro. Günstiger ist die Miete für eine Wohnung mit 60 Quadratmetern. Der Quadratmeterpreis liegt in Leverkusen bei 8,39 Euro, in Nordrhein-Westfalen bei 7,39 Euro und Deutschlandweit bei 7,72 Euro. Etwas höher liegen die Quadratmeterpreise dagegen für Wohnungen mit einer Größe von 100 Quadratmetern, nämlich bei 8,53 Euro in Leverkusen, bei 8,17 Euro in Nordrhein-Westfalen und bei 9,03 Euro in Deutschland.

Dabei zeigt sich, dass sich die Mietpreise für Wohnungen in Leverkusen relativ konstant entwickelt haben. So blieben die Quadratmeterpreise bei Wohnungen mit einer Größe von 30 Quadratmetern zwischen 2011 und 2014 relativ konstant bei rund neun Euro. Einen relativ rasanten Preissprung gab es im Jahr 2015, als der Quadratmeterpreis auf über elf Euro anstieg, bevor er in den folgenden Jahren auf das heutige Niveau absank. Kostete der Quadratmeter für eine 60 Quadratmeter große Wohnung 2011 noch knapp unter 6,50 Euro, stieg der Preis in den folgenden Jahren langsam aber stetig auf das heutige Niveau an. Ähnlich sieht die Preisentwicklung bei Wohnungen mit einer Größe von 100 Quadratmetern aus, die 2011 noch knapp über 6,50 Euro kosteten.

Stadtteile

Am teuersten sind die Wohnungen übrigens in den Stadtteilen Hitdorf und Manfort. Dort müssen die Mieter 11,59 beziehungsweise 10,07 Euro je Quadratmeter bezahlen. Besonders günstig ist das Wohnen dagegen im Stadtteil Lützenkirchen, wo der Quadratmeter lediglich 7,36 Euro kostet.

Nur relativ geringe Unterschiede bei den Quadratmeterpreisen gibt es in Leverkusen bei Häusern in verschiedenen Größenordnungen. So kostet der Quadratmeter in einem 100 Quadratmeter großen Haus 9,16 Euro, was allerdings über dem nordrhein-westfälischen Landesdurchschnitt mit 8,60 Euro und über dem bundesdeutschen Durchschnitt mit 8,88 Euro liegt. Für ein Haus mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern müssen Mieter in Leverkusen 8,69 Euro Zahlen, für ein 200 Quadratmeter großes Haus 9,10 Euro.

Die Mietpreise für Häuser waren in Leverkusen in den vergangenen Jahren allerdings starken Schwankungen ausgesetzt. So betrug der Quadratmeterpreis für ein 100 Quadratmeter großes Haus 2011 noch etwa 7,25 Euro und stieg dann mit Schwankungen bis zum Jahr 2015 auf knapp zehn Euro an. Seitdem hält sich der Preis in etwa konstant auf diesem Niveau. Häuser mit einer Größe von 150 Quadratmetern kosteten 2011 noch knapp neun Euro je Quadratmeter, 2014 sank der Quadratmeterpreis jedoch auf acht Euro ab und stieg dann mit Schwankungen auf sein heutiges Niveau. Die Quadratmeterpreise für Häuser mit einer Größe von 200 Quadratmetern, die 2011 noch unter neun Euro kosteten, erreichten 2012 mit etwa 9,75 Euro einen Höhepunkt, bevor sie bis 2015 auf knapp über sieben Euro fielen und erst in den folgenden Jahren das heutige Preislevel erreichten.