Mietspiegel Lübeck

 Für die Stadt Lübeck ist ein qualifizierter Mietspiegel erarbeitet worden. Er ist durch die Bürgerschaft anerkannt und in Kraft gesetzt. Auf der Grundlage anerkannter wissenschaftlicher Methoden erstellt, ergibt er eine ortsübliche Vergleichsmiete. Dieser Mietspiegel soll für Transparenz auf dem Mietmarkt sorgen und eine Orientierung für Mieter und Vermieter bilden. Mit der Anerkennung sorgt er für eine moderate Mietentwicklung. Beim Lübecker Mietspiegel zeigt sich, dass ein leichter und überdurchschnittlicher Trend über dem bundesdeutschen Mietniveau entstand.

Die Broschüre ist gegen eine kleine Schutzgebühr bei der Stadt zu erwerben. Die Datei kann auf der Webseite der Stadt heruntergeladen werden. Es ist zur Orientierung über die Miethöhe im üblichen Rahmen eine Hilfe, die Wohnungen nach Ausstattungsgrad, Lage und Größe und die jeweils gezahlten Mieten zu vergleichen.

Für die Hansestadt existieren mehrere Ausgaben von verschiedenen Anbietern, die jeweils einen Mietspiegel für ihre gelisteten Wohnungen erstellt haben. Lübeck hat den leichten Trend einer überdurchschnittlichen Entwicklung der Mietpreise auf dem freien Wohnungsmarkt.

Für einen Vergleich der Wohnungen nach Ausstattungsgrad, Lage und Wohnfläche eignet sich der Mietspiegel perfekt. In Lübeck sind nur die jeweiligen Mieten berücksichtigt worden, die aus den Neuvermietungen der letzten vier Jahre bekannt sind. Ebenso solche, die nach § 560 BGB verändert wurden.

Wo finde ich den aktuellen, qualifizierten Mietspiegel für Lübeck?

Den qualifizierten Mietspiegel für Lübeck können Sie in Form einer PDF-Datei auf der offiziellen Seite der Stadt Lübeck herunterladen.

Mietpreis Lübeck

Durchschnittliche Miete in Euro je Quadratmeter des Jahres 2017.

sehr niedrig
niedrig
durchschnittlich
sehr hoch
StadtteilMiete pro m2
Alt-Kücknitz / Dummersdorf / Roter Hahn
6,42 Euro
Alt-Moisling / Genin
5,88 Euro
Alt-Travemünde / Rönnau
7,78 Euro
Beidendorf
6,01 Euro
Blankensee
7,32 Euro
Brodten
7,31 Euro
Buntekuh
6,80 Euro
Burgtor / Stadtpark
7,50 Euro
Dornbreite
6,82 Euro
Dänischburg / Siems / Rangenberg / Wallberg
6,27 Euro
Eichholz
6,63 Euro
Falkenfeld / Vorwerk
6,35 Euro
Groß Steinrade / Schönböcken
6,25 Euro
Herrenwyk
5,90 Euro
Holstentor-Nord
6,67 Euro
Hüxtertor / Mühlentor / Gärtnergasse
7,23 Euro
Innenstadt
7,35 Euro
Ivendorf
6,57 Euro
Karlshof / Israelsdorf / Gothmund
6,78 Euro
Kronsforde
6,90 Euro
Krummesse
6,64 Euro
Lübeck
6,92 Euro
Marli / Brandenbaum
7,01 Euro
Niederbüssau
7,03 Euro
Niendorf / Moorgarten
5,80 Euro
Oberbüssau
6,62 Euro
Priwall
7,24 Euro
Pöppendorf
7,00 Euro
Reecke
5,85 Euro
Sankt Lorenz Süd
6,98 Euro
Schiereichenkoppel
7,34 Euro
Schlutup
6,87 Euro
St. Andreas
5,81 Euro
Strecknitz
7,30 Euro
Teutendorf
7,20 Euro
Vorrade
6,85 Euro
Wulfsdorf
6,14 Euro

Hansestadt Lübeck im Nettokaltmietvergleich für frei finanzierten Wohnraum

Für die Hansestadt Lübeck stellt sich die Mietpreisverteilung/ Nettokaltmiete für Wohnungen wie folgt dar:

  • kleine Wohnungen bis 40 m² Größe,            8,69 €/m²
  • Wohnungen von 40 bis 80 m² Größe,           8,96 €/m²
  • Wohnungen von 80 bis 120 m² Größe,          9,10 €/m²
  • Wohnungen ab 120 m²,                                    8,67 €/m²

Es ergibt sich ein Durchschnittspreis von 8,94 €/m² für die Hansestadt Lübeck.

Die Schwankungen auf dem Mietmarkt verlaufen außerordentlich moderat. Lediglich zum Semesterwechsel zeigen sich Spitzen bei den kleinen Wohnungen. Im Bundesdurchschnitt liegt der Preis bei 6,90 €.

Vergleicht man den Preis für Miete von Häusern/ Nettokaltmiete per Februar 2018 stellen sich folgende Zahlen dar:

  • Häuser bis 100 m² Wohnfläche,            1.000,00 €/m²
  • Häuser ab 100 m²bis 140 m²,                  1.138,00 €/m²
  • Häuser ab 140 bis 180 m²,                       1.341,07 €/m²
  • Häuser ab 180 m²,                                    2.350,00 €/m²

Das ergibt den durchschnittlichen Wert von 1.571,79 €/m²€

Die Miete bei Neuverträgen kann immer frei vereinbart werden. Die Grenzen sind bei den Regeln des Wirtschaftsstrafgesetzes (WiStG) gezogen. Als Orientierung gilt auch hier der Mietspiegel. Sein Geltungsbereich erstreckt sich lediglich auf die Wohnungen des freien Marktes und keinesfalls auf die Wohnungen des preisgebundenen Wohnungsmarktes. Es sei denn, sie sind nach dem 31.12.2015 mit Bad, WC innen und Sammelheizung ausgestattet, fertiggestellt.

Der Hochschulstandort der Hansestadt Lübeck wirkt sich auf das Mietniveau bei kleinen Wohnungen aus. Andererseits findet der Anteil von Wohnungen in der besten Wohnlage in der Innenstadt, Stadtteil St. Jürgen und in Travemünde an der Ostsee ein überdurchschnittliches Niveau gegenüber den anderen Stadtteilen.

Einen exorbitanten Anstieg verzeichnet der Mietspiegel bei Häusern ab 180 m² im Jahr 2017. Die Verlaufskurven für alle anderen Mietpreise (Preis pro m²) verlaufen nur mit leichten Veränderungen. Die weitere Entwicklung des Hochschulstadtteiles wird prognostisch die Preise für die Mieten noch einmal verändern. Die ständig wachsende Bevölkerungszahl seit 2010 auf ca. 217.000 wirkt sich ebenfalls auf den steigenden Wohnungsbedarf aus.

Ausschlaggebend sind für die Erhebung der Daten:

Die bauliche Substanz, das Baujahr und auch die Infrastruktur der Wohngegend. Der frei finanzierte Wohnungsmarkt bringt mehr Transparenz in die Bewegung der Preis für die Nettokaltmieten. Ortsübliche Mieten sind die Grenzen für etwaige Mieterhöhungen. Vermieter erhalten somit die Daten für unwirtschaftliche Mieten in ihren Wohnungen und sind in der Lage an die ortsübliche Miete anzupassen.

Der Mietspiegel bietet den Vergleich von Größe und Art, Lage und Ausstattungsgrad der Wohnungen. Entsprechende Zu- und Abschläge bei Ausstattungen der Wohnungen sind dabei zu berücksichtigen.

Quelle:

immowelt