Mietspiegel Recklinghausen

Im Mietspiegel Recklinghausen werden die Nettokaltmieten von Immobilien aufgeführt, die auf dem freien Immobilienmarkt vermietet werden. Das bedeutet: Staatlich geförderte Immobilien wie beispielsweise Sozialwohnungen werden nicht berücksichtigt. Der Grund: Bei diesen Immobilien besteht üblicherweise eine Preisbindung für die Miete. Sie würden also das Bild über die Höhe der ortsüblichen Miete verzerren.

Beschlossen wurde der aktuelle Mietspiegel Recklinghausen von der Stadt sowie den Intressenvertretungen der Vermieter und der Mieter im Dezember 2016, sodass er seit dem 1. Januar 2017 gültig ist. Bei der Erstellung eines Mietspiegels handelt es sich in Deutschland übrigens um eine freiwillige Aufgabe der Kommunen. Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet. Sinnvoll ist der Mietspiegel Recklinghausen gleichermaßen für Mieter und Vermieter. Beide Seiten können nämlich daraus ersehen, ob der Mietpreis in etwa angemessen ist. Zudem schafft der Mietspiegel Recklinghausen auch Rechtssicherheit, wodurch Streitfälle und Gerichtsverfahren vermieden werden können. Allerdings stellt der Mietspiegel lediglich eine Orientierungshilfe dar. Denn die tatsächliche Höhe der Miete ist im individuellen Fall von zahlreichen Faktoren abhängig. Neben dem Zustand und der Ausstattung der Wohnung hat auch die Größe der Wohnung oder des Hauses sowie die Lage im individuellen Fall einen Einfluss auf die Höhe der Miete. Ist die Infrastruktur in der Nähe einer Immobilie oder die Verkehrsanbindung besonders gut, fällt die Miete natürlich höher aus wenn das nicht der Fall ist.

Wo finde ich den aktuellen Mietspiegel für Recklinghausen?

Den aktuellen Mietspiegel für Recklinghausen können Sie kostenpflichtig auf der offiziellen Seite der Stadt Recklinghausen anfordern.

Recklinghausen und die Mietpreisberechnung

Die Großstadt Recklinghausen mit ihren mehr als 114.000 Einwohnern nimmt im Nordwesten eine Fläche von 66,5 Quadratkilometern ein. In Recklinghausen leben folglich mehr als 1.700 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Aufgrund der langen Geschichte der Stadt wird das Stadtbild Recklinghausens von zahlreichen unterschiedlichen Baustilen geprägt. Insbesondere das Gesicht der Altstadt ist geprägt von vielen verschiedenen Baudenkmälern. So hoch liegt die Ortsübliche Miete für Wohnungen in Recklinghausen:

Kleine Wohnungen mit bis zu 30 m² Größe                7,90 €/m²
Wohnungen bis zu 60 m²                                                5,82 €/m²
Wohnungen mit bis zu 100 m²                                       6,10 €/m²

Im Vergleich: Preise für Miete von Häusern / Nettokaltmiete Stand Mai 2018

Häuser mit bis zu 150 m²                                              7,82 €/m²

Im Mietspiegel Recklinghausen finden interessierte Besucher auf dem Portal Immowelt zahlreiche Fakten zur Miethöhe. Wie sich die Preise in den vergangenen Jahren entwickelt haben, erfahren sie aber auch auf der Seite Immonet. Insgesamt haben sich die Mietpreise für Wohnungen in Recklinghausen seit dem Beginn des Jahrzehnts auf einem relativ konstanten Niveau bewegt. Stärkere Schwankungen gab es lediglich bei kleineren Wohnungen mit einer Größe von bis zu 30 Quadratmetern. In diesem Segment lagen die Quadratmeterpreise 2011 bei rund 6,75 Euro und sanken im darauf folgenden Jahr auf knapp über sechs Euro. Bis 2014 stiegen sie auf nahezu 7,25 Euro an. 2015 lag der Quadratmeterpreis dann wieder bei unter 6,50 Euro, um 2016 wieder ein Niveau von über sieben Euro zu erreichen.Äußerst kontinuierlich entwickelten sich die Preise hingegen für Wohnungen mit einer Größe von bis zu 60 Quadratmetern. 2011 lag der Quadratmeterpreis noch bei unter fünf Euro und stieg anschließend langsam und kontinuierlich an. Bei großen Wohnungen mit bis zu 100 Quadratmetern lag der Preis 2011 noch bei rund 5,25 Euro und erreichte 2013 ein erstes Hoch von rund 5,75 Euro, um im nächsten Jahr wieder auf unter 5,50 Euro zu fallen. Seither steigen die Preise alljährlich langsam an.

Größere Schwankungen gab es in der Vergangenheit auch bei Häusern mit einer Wohnfläche von bis zu 150 Quadratmetern. Diese kosteten 2011 noch knapp sechs Euro je Quadratmeter, 2012 bereits bei über sieben Euro. Geringfügig niedriger lag der Preis 2013, bevor er 2014 auf knapp über acht Euro und 2015 auf über neun Euro Anstieg. 2016 lag in diesem Segment das Preisniveau wieder bei knapp unter acht Euro.