Mietspiegel Saarbrücken

Saarbrücken verfügt derzeit nicht über einen qualifizierten Mietspiegel gem. (§558d BGB), der von Sachverständigen nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt wird. Zur Berechnung werden unterschiedliche Faktoren mit herangezogen. Dazu gehören das Baujahr und der bauliche Zustand des Gebäudes. Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Lage der Immobilie und Infrastruktur beispielsweise. Aus den Daten werden dann die ortsüblichen Nettokaltmieten für den Markt des frei finanzierten Wohnungsbaus ermittelt. Um auf dem Markt der Wohnungsmieten mehr Transparenz zu schaffen, sind die verschiedenen Mietspiegelarten hilfreich. Sie können aus unterschiedlichen Sichtweisen Auskunft geben. Die ortsüblichen Mieten sind die Grenzen für etwaige Mieterhöhungen. Andererseits erhalten Vermieter auch Informationen über zu niedrige und unwirtschaftliche Mieten. Der Mietspiegel bietet den Vergleich von Größe und Art, Lage und Ausstattungsgrad der Wohnungen.

Mietpreisberechnungen

Die Stadt Saarbrücken verwendet noch nicht offizielle Mietpreisberechnungen. Der Mietspiegel für Saarbrücken ist demzufolge noch nicht repräsentativ. Die Stadt hat per Januar 2018 eine Anzahl von Einwohnern statistisch ermittelt. Sie beträgt 183.493. Für einen Mietspiegel wirkt sich eine konstant eingepegelte Anzahl von Einwohners sehr günstig aus. Das Niveau des Mietpreises wird dadurch sehr günstig ausfallen. Angepasst an den bundesdeutschen Durchschnitt sind die Mietpreise für 40 bis 120 m² große Wohnungen.

Ungünstig wirkt sich die zunehmende Anzahl von Singlehaushalten aus. Deutlich mehr kleine Wohnungen sind gefragt. Das Mietpreisniveau für Wohnung bis 40 m² Nettokaltmiete liegt überdurchschnittlich hoch.

Wo finde ich den aktuellen Mietspiegel für Saarbrücken?

Ein Mietspiegel für Saarbrücken steht aktuell nicht zur Verfügung. Dafür finden Sie eine Preisentwicklung auf immowelt.de.

Mietpreis Saarbrücken

Durchschnittliche Miete in Euro je Quadratmeter des Jahres 2017.

sehr niedrig
niedrig
durchschnittlich
sehr hoch
StadtteilMiete pro m2
Alt-Saarbrücken
6,49 Euro
Altenkessel
5,81 Euro
Bischmisheim
5,73 Euro
Brebach-Fechingen
5,75 Euro
Burbach
5,51 Euro
Bübingen
6,37 Euro
Dudweiler
5,99 Euro
Ensheim
6,31 Euro
Eschberg
6,26 Euro
Eschringen
5,63 Euro
Gersweiler
5,85 Euro
Güdingen
6,44 Euro
Herrensohr
5,89 Euro
Jägersfreude
5,79 Euro
Klarenthal
5,60 Euro
Malstatt
5,92 Euro
Sankt Arnual
6,61 Euro
Sankt Johann
6,97 Euro
Schafbrücke
6,02 Euro
Scheidt
5,93 Euro

Für Saarbrücken stellt sich die Mietpreisverteilung/ Nettokaltmiete wie folgt dar:

  • kleine Wohnungen bis 40 m² Größe,           9,30 €/m²
  • Wohnungen von 40 bis 80 m² Größe,         6,88 €/m²
  • Wohnungen von 80-120 m² Größe,             8,34 €/m²
  • Wohnungen ab 120 m²,                                  9,59 €/m²

Es ergibt sich ein Durchschnittspreis von 7,60 €/m² für die Stadt Saarbrücken.

Vergleicht man den Preis für Miete von Häusern/ Nettokaltmiete per Februar 2018 stellen sich folgende Zahlen dar:

  • Häuser bis zu 100 m ² Wohnfläche,                   705,52 €/m²
  • Häuser von 100 bis 140 m² Wohnfläche,       1.081,62 €/m²
  • Häuser von 140 bis 180 m² Wohnfläche ,     1.428,99 €/m²
  • Häuser ab einer Wohnfläche von 180 m²,    2.235,58 €/m²

Das ergibt den durchschnittlichen Wert von 1402,67 €/m².

Die Erhebung der Daten ist über 3 Jahre erfolgt. in Auswertung dessen ergibt sich für Saarbrücken jeweils ein kontinuierlicher Nettokaltmietenpreis. Keine größeren Schwankungen sind zu verzeichnen. Diese Kontinuität spricht unbedingt für die Stadt Saarbrücken.

Übersichten, wie ein Mietspiegel, geben allen Interessenten am Wohnungsmarkt die wichtigen Informationen zur Miete. Die ortsübliche Miete ist ermittelt, die ein Mietinteressent dringend braucht, um ein angemessenes Angebot zu erhalten. Streitigkeiten und Gerichtsverfahren über die Miethöhe sind durch den Gesetzgeber dadurch verringert worden. Transparenz erhöht die Sicherheit beider Seiten. Die Ausführung der Mietspiegel obliegt den Kommunen und ist in 3 Versionen möglich.

Einfacher Mietspiegel

Dieser Mietspiegel soll alle zwei Jahre an die Entwicklung des Marktes angepasst werden. Da nicht zwingend vorgeschrieben, liegt er nicht in allen Kommunen vor.

Qualifizierter Mietspiegel

Erstellt durch Sachverständige nach den allgemeinen wissenschaftlichen Grundsätzen.

Angepasst durch Stichproben alle zwei Jahre, erfolgt nach dem Preisindex für private Haushalte vom statistischen Bundesamt oder der Marktanpassung, ist der Mietspiegel nach 4 Jahren neu zu erstellen.

Ökologischer Mietspiegel

Hier erfolgt eine Berücksichtigung von energetischen Gesichtspunkten. Die Sanierungen unter ökologischen Gesichtspunkten werden mit einbezogen.

Saarbrücken hat begonnen, den Wohnungsbau zu forcieren. Junge Leute bevorzugen das citynahe Wohnen genauso wie die Älteren. Zurück aus dem Umland in die Stadt ist aktuell. Hochpreisige Wohnung werden immer öfter gesucht und die Investoren sehen gute Chancen. Die Entwicklung betrifft vor allem auch das Wohneigentum. Die Lücke für den sozialen Wohnungsbau schnellstmöglich zu schließen, weil ein dringender Bedarf an öffentlich gefördertem Wohnraum entstanden ist, bleibt für Saarbrücken eine wichtige Aufgabe. Es ist bei einer Planungs- und Realisierungszeit von über 2 Jahren Eile geboten, um dem steigenden Bedarf Rechnung zu tragen.

Quelle:

Immowelt